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01) Was macht Kinder zu Raufbolden? Überwiegend genetisch bedingt.
Es wurden über 1.500 schwedische und englische Zwillingspaare studiert, um die Ursachen für ihr
asoziales Verhalten zu herauszufinden.
Die Forscher prüften zwei Gruppen, die eine aggressiv (raufen,
kämpfen ..), die andere nicht-aggressiv (Schule schwänzen, stehlen
..).
Um zwischen den umweltbedingten und erblich bedingten
Einfluß zu unterscheiden, verglichen sie eineiige (monozygote) Zwillinge mit zweieiigen Zwillingen
(dizygoten).
Gene spielen eine
große Rolle dabei, ob
ein Kind aggressiv wird oder nicht.
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Das bedeutendste Merkmal dabei ist die Ähnlichkeit
zwischen den Ergebnissen schwedischen und englischen Beispiele. Beide
Studien zeigen, daß die Ätiologie
aggressiven Verhaltens sich von jener der
nicht-aggressiven unterscheidet.
Asoziales Verhalten in der Kindheit ist ein Vorbote für Kriminalität als
Erwachsener.
In Zusammenhang mit der Aggressivität und
asozialem Verhalten bringen die Forscher auch Neurotransmitter wie Serotonin, und MAO-A
(Monoaminoxidase A) .
Forschungsquelle ct013
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02) Feindseligkeit und Herzkrankheiten.
Feindseligkeit und Aggression scheinen mit einem erhöhten
Risiko zu Ischämie,
Bluthochdruck
und Tod durch
Herzfehler verknüpft zu sein.
Die Forscher untersuchten 69 delinquente junge Brüder.
Die
Ergebnisse zeigten, daß sowohl die Gruppe mit nach aussen gerichteten Verhaltensauffälligkeiten
(externalizing) mit z.B. Feindseligkeit und Störenfriede; als auch jene mit
nach innen gerichteten V. wie z.B.
mit Furcht und Angst, eine verminderte Herzfrequenzvariabilität
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(Herzperiodenvariabilität) aufwiesen (reduced heart period variability) Beeinflußt
durch die Aktivitäten des Parasympathischen Nervensystemes.
Diese Verbindung kann nicht erklärt werden mit Alter,
Ethnie, sozialer Klasse, Körpergröße oder familienhistorischem
Bluthochdruck.
Die Forscher
meinen weiter, daß Feindseligkeit mit Herzabnormalitäten verbunden ist. Beobachtet
wurden diese Fakten auch bei Erwachsenen.
Forschungsquelle ct016
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03) Kinder jüngerer Mütter, öfter straffällig – Kinder älterer Mütter nicht.
Die jugendlichen Straftaten nahmen von 1987 bis 1991
stetig zu, und verringerten sich
allmählich zum Ende der 90er. Die Forscher meinen, daß dies teilweise daher
rührt, daß die Mütter jünger wurden.
Verschiedene Studien zeigten, daß Kinder älterer Mütter
weniger aggressiv, überaktiv und weniger aufbegehren.
Dies ist statistisch gesichert. Kinder jüngerer Mütter, die ein auffällig
negatives Verhalten zeigen, begeben sich in ein zunehmendes Risiko straffällig
zu werden.
Der Vergleich jugendlicher Täter mit dem Alter ihrer
Mütter zeigt auf, daß solche Kinder mit 17 straffälliger sind.
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Möglich ist, daß ältere Mütter die Kinder vorteilhafter erziehen als die
jungen Mütter.
Ein anderer Grund mag sein, daß jüngere Mütter einen
doppelt so hohen Testosteronspiegel
im Uterus haben als z.B. Mütter mit 40.
Es kann deshalb
sein, daß der epidemologische Wechsel in der Kriminalitätsrate nicht nur auf sozialen
Faktoren beruht , sondern teilweise auch auf vorgeburtliche biologische Umstände
zurückzuführen ist.
Forschungsquelle ct017
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04) Verhaltensstörung,
Aggression im Speichel nachweisbar.
Der Kortisolspiegel1
ist laut Forscher bei aggressiven Buben erniedrigt. Ein Frühwarnzeichen. Die
Forscher untersuchten 38 Buben von 7 bis 12 Jahren. Vier Jahre
lang wurden sie jährlich überprüft, mit strukturierten Interviews mit den
Kindern und ihrer Eltern und der Lehrer. Während der ersten zwei Jahre
befragten die Forscher auch die Klassenkameraden, um zu erfahren welche von
den Schülern am meisten rauften. Im zweiten und vierten Jahr entnahmen Speichelproben um den Kortisonspiegel zu
überprüfen.
Die Forscher sagten dazu, daß der niedrige Kortisolspiegel
verbunden war mit einem bleibenden und frühen Beginn der Aggression. Buben mit
erniedrigtem Kortisolspiegel im Speichel zeigten bei beiden Tests dreimal
so viel Aggressionssymptome als andere.
Der Kortisolspiegel ist ein Maß für das
Funktionieren der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse! (hypothalamic-pituitary-adrenal HPA 2 axis) , und eine abnormale
Funktion des HPA ist verbunden mit einer Reihe geistiger Störungen, incl. Depression.
Der Grund für das erniedrigte Kortisol, ist den
Forschern hier unbekannt.
Die Forscher meinen, daß Kinder mit einer persistenen
Verhaltensstörung (conduct disorder) vermutlich ein Gen haben das gewisse Homone
andersartig erzeugt.
- Eine Studie mit
Erwachsenen, aggressiven asozialen Gefängnisinsassen, und Gefangenen mit einer
frühen Verhaltensstörung ergab, daß diese ein erniedrigtes Kortisol hatten.
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- In einer
weiteren Studie wird gesagt, daß Teenager mit einem
frühen oppositionellen
Verhalten
(early-onset oppositional defiant disorder) ebenfalls ein erniedrigtes Kortisol hatten.
Zusammenfassend
meinen die Forscher, daß Buben mit einem persistent niedrigen
Kortisolspiegel im Speichel, ein ausgesprochen erhöhtes Risiko haben für eine Fortsetzung des aggressiven asozialen Verhaltens.
- In einer Studie
zu schwangeren
Teenagern wird gesagt, daß eine niedrige CRH-Konzentration im
Blut, zu einer Reihe von Symptomen von Verhaltensstörungen (conduct disorder) weist.
Sie weisen auch mehr depressive
Symptome auf. Die CRH-Konzentration ist wie auch der Kortisolspiegel ein
Indikator für die Funktion der HPA.
1) Wichtigstes
Glukocortikoid, das in der Nebennierenrinde aus Cholesterin gebildet wird.
2) Hauptteil des
neuroendokrinen Systemes
Forschungsquelle ct037,
ct038
Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse, im Zusammenhang mit Bauchschmerzen, eine Studie
der Med. Uni Graz,
Dr. Holzer
(hypothalamic-pituitary, zu diesem, engl., Stichwort gib es viele interessante
Internetquellen)
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05)
Mangelnde Impulskontrolle
und der Serotonin-Metabolit
5-HIAA in der Rückenmarks-Flüssigkeit. Eine Studie von Lynn Fairbanks an Affen über die abnormale
Aktivität des Neurotransmitters Serotonin.
1.
Studie. Es wurde
ein fremder Affe zur Gruppe in den Käfig gesperrt. Danach maß man das 5-HIAA und den Dopamin-Metaboliten HVA,
im Liquor.
Dopamin ist ein Verhaltens-Aktivator und
Serotonin ist bekannterweise ein Verhaltens-Inhibitor (dämpft die
Aggression).
Affen die den Eindringling sofort attackierten, hatten
das niedrigste 5-HIAA, während jene,
die den Fremden nur mieden, hatten die höchste Konzentration.
Affen mit einem niedrigerem 5-HIAA waren auch sonst aggressiver, aber
diese Aggression schien eher ihre Impulsivität zurückzuführen sein.
Analysen ergaben, daß Angst beim Verhalten keine Rolle spielte, und daß der HVA Spiegel nicht signifikant mit
der Impulsivität
verbunden war.
2.
Studie. Die Forscher behandelten 6 Affen
mit Fluoxetine,
ein Medikament das die Serotonin
Aktivität anhebt. Sie
verglichen sie mit 12 unbehandelten Affen. Die behandelte Gruppe zeigte eine geringere Impulsivität zu dem
Eindringling.
Die erfolgreichsten Affen waren jene mit einem moderaten
Impulsivitätsniveau. Während die impulsiven, mit dem erniedrigtem 5-HIAA,
sich durch ihr Verhalten unpassenderweise selbst auf ein hohes Risiko mit dem potentiell
gefährlichen Fremden einließen. ..
Forschungsquelle für beide Studien ct068
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3. Studie. Der Forscher Rudolf Cardinal fanden einen Defekt im Nucleus accumbens,
im Frontalhirn. Cardinal verglich
Ratten mit Läsionen
im Nucleus accumbens core
mit nichtbehandelten Ratten und mit Ratten die eine Läsionen in anderen
Gehirnbereichen hatten. Er trainierte die Ratten zwischen 2 Hebeln zu wählen. Über den einen Hebel erhielten sie
kleine Futterkügelchen
über den anderen nach einer variablen Weile große.
Die Kontrollratten machte eine logische Wahl. Sie
wählten die großen Kügelchen, wenn
sie nicht lange warten mußten, mußten sie dies, so wählten sie die
schneller erreichbaren kleineren Kügelchen.
Die accumbens geschädigten Ratten wählten im die schneller erreichbaren kleinen Kügelchen, bis bei den großen Kügelchen
die Wartezeit entfernt wurde.
Es besteht kein Zweifel, daß
ein beschädigter nucleus accumbens eine impulsive Wahl
verursachen kann.
Die Forscher sagten, daß die
Schädigung zweier verwandter Bereiche, anterior
cingulate cortex und medial
prefrontal cortex, keinen Effekt auf die Impulse der Ratten
hatten.
Die Forscher sagen, daß Abnormalitäten
am Nucleus accumbens dem ADHS
zugrunde liegen dürfte. Der Test zeigte 2 ADHS-Zeichen,
Bewegungs-Hyperaktivität und impulsives Auswählen.
Forschungsquelle
ct069
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06)
Aggression und zu niedriges Dopamin - Aggression.
Die Forscher Jonathan Toot und
Gail E. Dunphy und Daniel Ely untersuchten das Gehirn von Ratten, maßen in
versch. Gehirnregionen die Neurotransmitter (Botenstoffe). Männliche Ratten hatten ein signifikant niedrigeres Dopamin
und Serotonin
in Bereichen der Amygdala (zuständig für Emotionen,
Aggression). Das verminderte Serotonin (ein Metabolit des Tryptophan) war
mit einem Anstieg der Aggression verbunden.
Sie meinen, daß die erhöhte Aggression durch einen
Y-chromosonalen
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Effekt, der das Serotonin in der Amygdala erniedrigt,
beeinflußt wird.
Die Forscher spekulierten, daß der Testosteron-Spiegel
ebenfalls mit Aggression verknüpft sind.
Bemerkung: In verschiedenen anderen Studien wurde auf
die Verbindung erhöhtes Testosteron und erhöhte Aggression schon
hingewiesen.
Forschungsquelle ct070
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07) Feindseligkeit – Herzkrank und Omega-Fettsäuren
Dauerhafte Feindseligkeit schädigt die Herz-Koronargefäße.
Die Forschergruppe C. Iribarren untersuchten 3.581 ländliche (weiße und schwarze) junge Erwachsene, um die
Beziehung von Feindseligkeit und Omega-Fettsäuren zu eruieren.
Berücksichtigt wurden Alter, Geschlecht, Rasse, regionale
Begebenheiten, Bildung, Familienstand, Gewicht, rauchen, Alkohol und
körperliche
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Betätigung.
Die Ergebnisse
der Studie legen nahe, daß eine hohe Aufnahme
von Omega-3 (DHA)
und die Ernährung mit Omega-3-reichen Fischen, mit hoher Wahrscheinlichkeit
in Beziehung
stehen dürfte mit einer Abnahme
der Feindseligkeit
bei jungen Erwachsenen.. .
Forschungsquelle ct091
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08) Gewalt in der Familie.
Wien: 2004 befanden sich 516 Frauen
und 453 Kinder wegen Misshandung durch dem Partner in Frauenhäusern. 2005
waren es schon
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578 Frauen und 528 Kinder.
Frauennotruf in Wien: 05 77 22
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