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Medizin
Ursachen und Folgen

ADHS (ADHD), ADD, ADS-H, HKS
Aufmerksamkeits-Defizit, Hyperaktivitäts Störung

 

Was ist ..

Hier soll aufgezeigt werden, welche Auswirkungen Fehlernährung, Giftstoffe aus der Umwelt und der Ernährung, und Störungen der Biochemie, Gene im Körper, auf das Verhalten der Patienten haben.

Insbesondere wie es dadurch zu unerwünschten oder straffälligem Verhalten kommt. Grundlagen sind akademische Forschungen, Studien und Untersuchungen hauptsächlich aus dem englischsprachigen Raum.

 

 Aktuelle nuklearmedizinische bzw. funktionell-anatomische Untersuchungen weisen dabei auf eine verminderte Hirnstoffwechsel-

aktivität bzw. eine cerebrale Untererregbarkeit im Frontalhirnbereich, dem sog. ARAS, den Basalganglien und limbischem System mit der Folge einer relativen Störung der behavioralen Inhibition von Stimuli hin. Dopaminmangel, daher vermutlich auch die Sucht nach Stimulation, Gefahr.

 

Externe Links: LifeExtension, Wikipedia, web4health.info,

eine recht gute Seite ist diese von Dr.med. M. Winkler und Dipl.-Psych. P. Rossi adhs.ch,

01) ADHS-Mädchen zeigen ernsthafte soziale u. Verhaltensprobleme.

In 3 Jahren wurden jeweils in einenem 6- Wochen Sommercamp 228 6-12-jährige Mädchen von Forschern beobachtet. 140 waren ADHS, vor dem  Campbesuch wurden die Medikamente abgesetzt. Den Betreuern war nicht bekannt, welche ADHS hatte. Die ADHS-Mädchen verhielten sich im Lernverhalten (academic) und sozial, behindert.  Sie waren weniger gewillt, den Anweisungen der Betreuer zu folgen. Sie neigten eher dazu, die Bezugspersonen zu reizen, und zeigten ein aggressives Verhalten. Zwar nicht im selben Maße wie die ADHS-Buben im Vorjahres-Sommercamp. Sie sonderten sich mehr von den anderen ab und streiften herum und hatten weniger Freundschaften. Ihre Freundschaften hatten auch nicht die selbe Qualität wie jene der anderen Mädchen.

Die neuropsychologischen Tests zeigten signifikante Defizite beim praktisches Handeln (executive function), verbunden mit dem Frontal-Lappen des Gehirnes, das schloß Selbstkontrolle, Langzeitplanung, flexibles Reagieren auf wechselnde Situationen und Ziele setzen ein. Diese Funktionen aber sind entscheidend für den Langzeiterfolg im geistigen, sozialen und beruflichen Bereich. Der Forscher Hirnshaw meint, Defizite im praktischen Handeln werden auch bei anderen Verhaltensstörungen beobachtet, z. B. bei Autismus. ADHS bei Buben/Männern aber ist ein Risiko für Straffälligkeit, Kriminalität, Sozialverhalten, Lernvehalten und Karriere. Forschungs-Quelle  ct001

Wachsendes Interesse für den biolog. Einfluß bei Gewalt und Kriminalität.

Eine Faktenaufstellung vom National Institute of Mental Health, USA .

Quelle ct004

02) ADHS Risikofaktor für Kriminalität, bei Kindern. Hyperaktive Impulsivität und frühe Störungen im Verhalten weisen auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit hin, daß Buben (nicht Mädchen) später straffällig oder gar eingekerkert werden. Das Risiko besteht auch wenn das Kind nur hyperaktiv ist.

Typischerweise wird mit Ritalin oder anderen Amphetaminen behandelt.  Wobei die Langzeit-Nebenwirkungen noch unbekannt sind. Ernährungsanpassung sollte bei ADHS deshalb die erste Wahl der Behandlung sein. Die CSPI (Center for Science in the Public Interest) studierte 23 spezielle Studien. Bei 17 von ihnen zeigte sich eine signifikante Verhaltens-Schädigung nach dem Konsum von Lebensmitteln die künstliche Farbstoffe enthielten, oder bei speziellen Lebensmitteln wie Milch oder Weizenprodukte.  

Bei sensiblen Personen konnten im EEG physiologische Veränderungen im Gehirn festgestellt werden. Die CSPI ruft deshalb die Regierungsstellen auf, die Entwicklungvon gesundheitlich unbedenklichen Lebensmittel zu fördern. Sie fordert die Regierung auf, synthetische Farben von Lebensmitteln zu verbannen; einschließlich bei Kuchen (cupcakes), Süßigkeiten, zuckerhaltigen Müslies, Vitaminpillen, Medikamenten und Zahnpasten.

Eltern, Therapeuten und Lehrer sollten wissen, daß beim Weglassen dieser (überflüssigen) Zusatzsteoffe  manche Kinder davon profitieren. Und es macht Sinn, überflüssige Zusatzstoffe von der Kinder-Nahrung wegzulassen.

Forschungsquelle ct021, ct022

03) ADHS und Fibromyalgie (Muskelschmerzen) sind mit erniedrigtem Serotonin verknüpft, und treten auch gemeinsam auf, sofern es sich um eine echte Fibro handelt.

Hier eine deutsche Forschungsstudie, mit Untersuchung der Biochemie und Besprechung eingesetzter Medikamente.

Forschungsquelle: http://www.hyperaktiv.de/forschung/fibromyalgie.doc

04) ADHS und Alkohol, bei Kindern.  Oft sind Eltern über das Ausmaß der Alkoholabhängigkeit ihrer Kinder nicht informiert. Die kritische Phase beginnt oft schon mit 12 Jahren. Das 14. Lebensjahr markiert einen sehr bedeutenden Abschnitt für das Trinken und Alkoholismus. Vorherige Untersuchungen zeigten, dass etwa 40 % aller jungen Erwachsenen, die vor dem 15. Lebensjahr mit einem Alkoholkonsum begannen, im Alter von 29 Jahren als Alkoholiker eingestuft werden mussten …

 Der Professor für Psychiatrie betonte, dass es sehr wohl eine signifikante Verbindung zwischen ADHS und Alkoholismus gebe.

 

Ein unbehandeltes ADHS ist somit offensichtlich ein besonderer  Risikofaktor für die Entwicklung und den Verlauf einer Suchtkarriere.

 

Forschungsquelle  ads.ch, dt.

05) ADHS und Psychotherapie, bei Erwachsenen.

Neuro-kognitive-behaviorale Psychotherapie für Erwachsene mit ADHS.

Kritischer Hinweis, daß manche Psychotherapeuten den wichtigen neurobiologischen Faktor nicht miteinbeziehen.

Die kognitive Rehabilitation hilft Menschen mit neurologischen Problemen
in wesentlichen Bereichen der Alltagsorganisation bei Beeinträchtigungen
der Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Handlungsplanung.

 Der Therapeut muss dabei mitwirken, von einer Position der Verzweiflung und  Rückzug hin zu einer von Hoffnung und konstruktivem Handeln zu kommen.

Entwicklung von interaktiven Strategien für den Patienten.

 

Forschungsquelle  ads.ch, dt.

und Uni Düsseldorf (ein sehr guter wissenschaftlicher Leitfaden)

06) ADHS in der Kindheit – gewalttätig als Erwachsener.

Forscher weisen dazu auf eine starke Vebindung hin, zusätzlich auf soziales Fehlverhalten als Erwachsener. Auch wenn die ADHS nicht von Conduct disorder (Schädliches nach aussen gerichtetes Verhalten) begleitet ist. Auch wenn die ADHS-Ursache unklar ist, so weisen die Forscher immerhin auf Abnormalitäten im kindlichen Gehirn hin.

 

In einer Studie fanden Forscher mittels bildgebender Verfahren, bei ADHS-Kindern ein vermindertes Gehirnvolumen (im Vergleich zu nicht ADHS-Kindern). Die Forscher untersuchten 55 ADHS-Mädchen und 55 ADHS-Buben. Bei den Mädchen bemerkten sie eine kleine aber signifikante Verkleinerung des linken Nucleus caudatus, bei den Buben fanden sie

 dasselbe rechts.

 Nur bei den Buben wurden zusätzlich Abweichungen im Globus pallidus beobachtet.

Bei beiden waren die Lobuli posterior / inferior des Kleinhirn-Wurmes kleiner (posterior-inferior lobules of the cerebellar vermis).

 

 

Nucleus caudatus

Globus pallidus

Lobuli

(Kleinhirn-Wurm)

 

links

rechts

 

posterior

inferior

Buben

 

kleiner

 Abweichungen

verkleinert

Mädchen

 kleiner

 

 

verkleinert

 

Die Forscher sagen, daß es hierbei keine Progression in den anatomischen Abweichungen gäbe.

Am ehesten kommen genetische, pränatale oder Umwelteinflüsse in der frühen Kindheit in Frage .

Forschungsquelle ct046

07) Hyperaktivität und Lebensmittel-Farbstoffe.

Hyperaktivität ist ein großer Risikofaktor für Kriminalität.

Der Forscher Neil Ward untersuchte 586 hyperaktive Kinder und 172 nicht-hyperaktive als Kontrolle. Die Eltern erzählten, daß über 60 Prozent ihrer Kinder einen Anstieg der Verhaltensprobleme zeigten, wenn sie synthetischen Farbstoffen oder Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln, Kuhmilch und gewissen Chemikalien ausgesetzt waren. Nur 12 Prozent der Kontrollgruppe reagierte ebenfalls darauf, immerhin. Ward suchte von den Hyperaktiven 23 besonders für Chemie Sensitive heraus. Auf dem Farbstoff Tartrazine wurden 18

überaktiv, 16 wurden aggressiv, 4 wurden gewalttätig, bekamen Ekzeme, Asthma, wurden gesprechsarm oder bekamen eine Koordinations-Schwäche. Nur 1 der nicht-hyperaktiven Kinder zeigte eine leichte Verhaltensänderung.

 

Die Farbstoffe Sunset yellow und Amaranth hatten dieselbe Wirkung.

 

Ward fand eine mögliche Erklärung. Die Hyperaktiven hatten statistisch einen  Zink- und Eisenmangel. Nach der Einnahme der Stoffe, sank das Zink im Blut signifikant .  Forschungsquelle ct064

 08)    Führt Drogen- /Substanzmißbrauch zu  Lernproblemen?

Die Forschergruppe Ralph E. Tarter untersuchte 106 Mädchen die mit einer DSM –Krankheit diagnostiziert wurden (Psychodrogen).

74 Mädchen ohne Drogenmißbrauch dienten als Kontrollgruppe.

Während der Studie wurden die 106 Mädchen drogenfrei gehalten.

 

Die Drogenmädchen, die keine Langzeit-Abhängigen waren,  waren während der Tests beeinträchtigt, uzw.: In der verbalen Intelligenz, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Sprachfähigkeit und beim Bildungserfolg.

 Der Grad der Erkenntnisprobleme korrelierte nicht mit dem Grad des Mißbrauches. Die erkenntnisdefizite haben teilweise oder ganz, das Drogenproblem vorbestimmt.

Impulsivität ist ein Merkmal für Drogenmißbrauch. In 6 von 7 Punkten schnitten die Drogen-Mädchen bei den Sprachtests schlechter ab.

 

Die Impulsivität bei Mißbrauchern kann von der Unfähigkeit Sprache effektiv zu nutzen stammen.  Forschungsquelle ct097

09) Drogenmißbrauch und Erkenntnis- und Sprachprobleme

Die Forschergruppe Patricia Hardman untersuchte 82 randomisiert ausgewählte Menschen in einem Jugend-Reha-Zentrum (1996).

Sie entdeckten, daß 80 (98 Prozent) davon eine Leseschwäche (Dyslexie) hatten,  und das 71 (89 Prozent) unter Aufmerksamkeits-Defizit (ADS) litten. Ein hoher Anteil an Lernbehinderten wurde ebenfalls beobachtet.

 

Von den 80 mit Leseschwäche wurden nur 6 als solche erkannt und

entsprechend behandelt. Bei den meisten mit Leseschwäche gab es auch

in der Familie Krankheiten wie biochemische Dysbalance, Stoffwechsel-Störungen und Immunprobleme.

82 Prozent der Legastheniker litten unter Allergien oder Immunproblemen.

 

Die Probleme waren von Geburt an in signifikannter Menge present. Eine Nichtbeachtung könnte auch zu Drogenabhängigkeit führen.

ADS und die Substanzabhängigkeit haben physiologische Basis, und nicht eine psychologische, so die Forscher.

Forschungsquelle ct098

10)  Teenager-Buben mit Verhaltens- / Betragens-Störung und Drogen

Die Forschergruppe Laetitia Thompson studierte 171 männliche Teenager von 13 bis 19 Jahren in einem Entzugsprogramm für Substanz-Abhängige mit ADHS.

 

Die Forscher untersuchten den Grad der Betragens-Störung mit dem des Substanz-Mißbrauches an Buben mit und ohne ADHS. Auch das Alter des ersten Aufretens des Verhaltens-Problemes wurde berücksichtigt.

 

Die Forscher sagen, daß diese ADHS-Buben aufgewüllter, gestörter sind.

Ihre Probleme beginnen recht früh, in ihrer mittleren Jugendzeit zeigen sie einen starken Anstieg ihrer Störungen, sowie andere Diagnosen wie Depression und Angst, und eine erhöhte Verwicklung in Substanz-Mißbrauch.

Es scheint, als befänden sie sich teilweise in einem hohen Risiko für ein ernsthaftes und fortgesetztes asoziales Verhalten und Substanz-Mißbrauch,  das mit hohen Kosten für sie selbst und die Gesellschaft verbunden ist.

 

Forschungsquelle ct099

11) Kinder und Dyspraxia / DCD und Omega-3-Fettsäuren (2005)

DCD ist bis in das Erwachsenenalter hinein allgemein verbunden mit Lernproblemen, Verhaltensstörung, motorische Koordinations-Probleme und psychosozialen Defiziten.

Etwa 5 Prozent der Schüler leiden darunter. Zurückgeführt wird dies auf einen Mangel an bestimmten, mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung. Dies tangiert neurobiologische und psychiatrische Störungen wie Dyslexia und ADHS.

Die Forschergruppe Alexandra J. Richardson starteten die Oxford-Durham-Studie, eine randomisierte Placebo Studie mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. 

Untersucht wurden 117 Kinder mit DCD im Alter von 5 bis 12 Jahren.

Die Hälfte von ihnen erhielt für 3 Monate lang Fischöl und abends Primelöl (primerose oil, unterstützt Omega-3 und Omega-6). Die andere Hälfte erhielt ein ähnlich aussehendes Placebo mit Olivenöl. Dabei wußte niemand wer was bekam. 

Ergebnisse:

Nach den 3 Monaten, beobachtete man beim motorischen Verhalten (körperliche Aktivitäten) keine Unterschiede zur Placebo-Gruppe. Aber, die mit Fettsäuren behandelten Kinder zeigten einen signifikanten Fortschritt beim Lesen und Schreiben/Rechtschreiben (reading and spelling). Die Lehrer berichteten von einem signifikanten Rückgang der ADHS-Sympotome.

 

Forschungsquellen v001, weitere fabresearch.org, 2, 3

 

DCD, Developement Coordination Disorder.

Dyslexia, Leseschwäche (Legasthenie)

Primerose, Primel, Schlüsselblume

 

 

12) Hyperaktivität und AutofahrenRisiko

Die Forschergruppe Russel A. Barkley schauten sich die Akten von 25 ADHS-lern (17 bis 30) an und prüften ihre Fähigkeiten und das relevante Wissen. Die Kontrollgruppe bestand aus 23 Probanden.

 

Die ADHS-ler hatten über mehr als 5-mal soviel behördliche Vorladungen als die anderen. Sie verloren öfter ihren Führerschein, hatten etwa  4-mal öfter einen Autounfall. Vom Wissen her waren sie nicht schlechter als die anderen, aber in der Praxis. Forschungsquelle ct104 

Studie 2:

Die Forschergruppe S. Nada-Raja untersuchte 916 Jugendliche mit ADHS, Betragens-Störungen (Conduct disorder), Angst, Depression oder geistigen Problemen. Sie waren zwischen 15 und 18 Jahren in Verkehrsdelikte verwickelt. Die Forscher meinen, daß die ADHS-Symptomatologie und die Betragens-Störung sehr stark verbunden ist mit Verkehrsdelikten. Weiters, daß ADHS bei Frauen ein signifikant höheres Verkehrrisiko darstellt. Forschungsquelle ct105

 

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